Gegen Geschichtsklitterung und Naziaufmarsch  

Dresden: Neofaschistische Demonstration am 13. Februar soll auch 2014 blockiert werden 

In: junge Welt online vom 16.11.2013 

 

Unter dem Motto »Wieder setzen! Nazis blockieren!« will das Aktionsbündnis »Dresden Nazifrei« auch im kommenden Jahr verhindern, daß Neofaschisten am 13. Februar durch die Stadt an der Elbe marschieren. Den Jahrestag der Bombardierung Dresdens 1945 versuchen die Rechten bereits seit vielen Jahren für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. So zelebrieren sie den Mythos von der »unschuldigen Stadt« und stellen in grotesker Schuldumkehr »Deutschland« als »Opfer« alliierter Gewalt dar. Zeitweilig ist es ihnen sogar gelungen, in Dresden den europaweit größten Naziaufmarsch zu etablieren. 2010 jedoch wendete sich das Blatt: Einem breiten antifaschistischen Bündnis ist es seither trotz vielfältiger staatlicher Einschüchterungsversuche gelungen, die braunen Aufzüge mit Massenblockaden zu verhindern. An diese Tradition anknüpfend, startete »Dresden Nazifrei« am Freitag (nach Redaktionsschluß) mit fünf Kundgebungen die Vorbereitungen für den 13. Februar 2014. In einem am selben Tag veröffentlichten Aufruf wird unterstrichen, daß der Zusammenschluß »von Beginn an mehr als ein reines Aktionsbündnis« war. Mit dem Mahngang »Täterspuren« sei es »gelungen, für die NS-Geschichte Dresdens zu sensibilisieren und einen Kontrapunkt zur offiziellen städtischen Erinnerungspolitik zu setzen«. (jW) 

www.dresden-nazifrei.com 

 

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