Pressemitteilung 

 

Dresden, 23.01.2014: +++ Bündnis Dresden Nazifrei äußert sich zu neuesten Entwicklungen + Ummeldung der Nazis ist taktischer Schachzug + es gilt, in der Mobilisierung nicht nachzulassen + 2014 bietet eine Chance für Dresden +++ 

 

Nachdem in den letzten Tagen immer wieder Anfragen zur veränderten Situation in Dresden bei dem Bündnis "Nazifrei! Dresden stellt sich quer" (Dresden Nazifrei) eingegangen sind und diverse Medienberichte sich dem Thema gewidmet haben, ist aus Sicht des Bündnisses ein klärendes Statement nötig, um eventuellen Unsicherheiten entgegen zu treten. Deshalb veröffentlichte Dresden Nazifrei heute auf seiner Homepage ein Statement zur aktuellen Lage. 

Dazu erklärt Silvio Lang, Sprecher des Bündnisses "Nazifrei! Dresden stellt sich quer": „Sagen, was man tut und tun, was man sagt" - Das war und ist unser Motto. Daran wollen wir uns auch in dieser Kampagne messen lassen. Deshalb ist es für uns wichtig, den Menschen, die mit uns auf die Straße gehen wollen, transparent zu machen, worauf sie sich einstellen sollten. Daher haben wir die aktuelle Anmeldelage in unserem Statement zusammengefasst und aus unserer Sicht die Ausgangslage für den Tag bewertet. Die Ummeldung seitens der Nazis zur Frauenkirche bewerten wir zunächst vor allem als taktischen Schachzug, über dessen Motivation sich sicher vortrefflich spekulieren lässt. Wir sehen im Kern zwei Varianten, wie sich bis zum 13. Februar 2014 die Situation in der Stadt entwickeln kann. Auf beide Varianten werden wir vorbereitet sein, um Nazis in Dresden auch 2014 blockieren zu können." 

Das Bündnis stellte weiterhin klar, dass der Täterspurenmahngang definitiv stattfinden wird - unabhängig davon, wie sich die Sachlage um die Anmeldung seitens der Nazis entwickelt. Außerdem werden vier Gründe aufgezählt, warum es auch und gerade 2014 wichtig ist, am 13. Februar in Dresden auf die Straße zu gehen. 

Lang weiter: "Die vier Gründe kann man wie folgt zusammenfassen: Erstens die Ablenkungstaktik der Nazis vereiteln, zweitens eine eventuelle Nazi-Kundgebung blockieren, drittens Solidarität gegen Repression zeigen und zu guter Letzt die Erfolge der Blockaden feiern. Jeder Einzelne Punkt macht klar, dass möglichst viele Menschen mit uns auf die Straße gehen sollten. Mit allen vier zusammen möchten wir wieder tausende Menschen zu unseren Aktionen mobilisieren - darauf setzen wir." Nicht zuletzt sieht das Bündnis angesichts der neuen Lage für den 13. Februar 2014 auch die Chance, die Erfolge des jahrelangen antifaschistischen Engagements zu festigen. Nach dem Ende des größten Naziaufmarsches Europas 2012 und dem Verhindern des Fackelmarsches 2013 besteht zumindest die Möglichkeit, mit einem großen Erfolg 2014 den Nazis langfristig Dresden als Bühne zu entziehen. 

"Dafür gibt es keine Garantie und natürlich müssen wir immer im Auge behalten, dass 2015 der 70. Jahrestag der Bombardierung ansteht. Außerdem müssten viele Faktoren zusammenkommen - viele tausend Menschen bei unseren Aktionen, keine Zugeständnisse der Stadtverwaltung gegenüber den Nazis, weitere Demoralisierung der Naziszene. Gelingt das, kann 2014 der Anfang einer hoffentlich langen Phase sein, in der Dresden nicht mehr als attraktiver Aufmarschort für die rechte Szene gilt." so Lang abschließend. 

Das komplette Statement zur aktuellen Lage finden Sie auf unserer Homepage unter http://www.dresden-nazifrei.com/index.php/component/content/article/58-news/aktuelle-nachrichten/632-statement-zur-aktuellen-lage

Pressekontakt: presse@dresden-nazifrei.com Pressehandy: 01573-6872276 

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